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Filmreihe

Filmreihe des Palliativ-Netzwerks Mainz

VERANSTALTUNGSORT:
Capitol Kino Mainz
55116 Mainz
Neubrunnenstraße 9

TICKETBUCHUNG VOR ORT ODER ONLINE: www.arthouse-mainz.de


Dritte Filmstaffel „Unheilbare Erkrankung, Sterben, Tod und Trauer“

Im Herbst 2026 nimmt das Palliativnetzwerk Mainz in Kooperation mit dem Capitol-Filmtheater in Mainz wieder seine Filmreihe mit den Schwerpunktthemen „Unheilbare Erkrankung, Sterben, Tod und Trauer“ auf. Die Filme werden in gewohnter Weise als samstägliche Film-Matinée gezeigt; es folgt ein Filmgespräch mit Expert:innen unter Moderation von Prof. Dr. Michael Albus.

Im Mittelpunkt der neuen Filmstaffel steht das Thema „Trauer“. Jedes Jahr stirbt in Deutschland rund eine Million Menschen. Da der Tod eines Menschen im Durchschnitt mindestens fünf nahe Angehörige oder Freunde direkt betrifft, trauern jährlich weit über fünf Millionen Menschen um eine nahestehende Person. Ganz offensichtlich ist Trauer ein Thema mit großer gesellschaftlicher Relevanz – und doch fühlen sich trauernde Menschen oft unverstanden, ziehen sich zurück; manche zerbrechen innerlich, andere verdrängen den Verlust, um zu überleben. Es gibt heute vielfältige Unterstützungsangebote, die aber häufig nicht bekannt sind oder nicht wahrgenommen werden; und die den Trauernden Nahestehenden fühlen sich oft hilflos oder überfordert.

Die dritte Filmstaffel des Palliativnetzwerks nähert sich der Thematik aus unterschiedlichen Blickwinkeln und Ausgangssituationen. Mit Hilfe des emotionalen Mediums „Film“ möchten wir informieren, zum Nachdenken anregen, sensibilisieren, und mögliche Wege in der Trauer aufzeigen.

Den Auftakt macht am 24. Oktober 2026 der Film „Sechswochenamt“. Eine auf sich allein gestellte junge Frau muss die Beerdigung ihrer Mutter organisieren und sich dabei mit Widerständen und ihrer überwältigenden Trauer auseinandersetzen. Am 21. November 2026 folgt mit „Wer wir gewesen sein werden“ ein authentisches Zeugnis eines Trauerprozesses: Der Filmemacher Erec Brehmer verliert seine Lebensgefährtin bei einem Verkehrsunfall. Mit Chatverläufen, Fotos und Videos blickt er auf die gemeinsame Vergangenheit zurück und dokumentiert gleichzeitig seinen eigenen Weg durch die Trauer.

Das neue Jahr nimmt am 30. Januar 2027 mit „Vier MINUS drei“ das Thema des plötzlichen Verlusts ein zweites Mal auf. In dem ebenfalls auf einer wahren Geschichte beruhenden Film verliert eine Clownin bei einem Verkehrsunfall ihren Mann und ihre beiden Kinder und muss sich ins Leben zurückkämpfen. Am 6. März 2027 schildert das Drama „Broken Circle“ den unendlichen Schmerz eines Elternpaares nach dem Tod ihres an Leukämie erkrankten Kindes. Den Abschluss bildet am 17. April 2027 der Film „Marianengraben“, ein tröstliches Roadmovie, in dem ein älterer Mann und eine junge Frau mit je eigener Trauer-Biographie sich allem Trennenden zum Trotz zur Stütze werden.

Alle Filme im Überblick (Beginn immer um 10:15 Uhr):

Sa 24.10.2026 - Sechswochenamt

Sa 21.11.2026 - Wer wir gewesen sein werden

Sa 30.01.2027 - Vier MINUS drei

Sa 06.03.2027 - Broken Circle

Sa 17.04.2027 – Marianengraben

Eintrittskarten zum Preis von 10 Euro sind vor Ort oder im Online-Vorverkauf unter https://arthouse-mainz.de/ erhältlich.

 


Filmplakat: Milla meets Moses – © X Verleih AG

Filmplakat: Milla meets Moses – © X Verleih AG

Rückblick (Filmreihe 2026)

Samstag 14. März 2026, 10:15 Uhr

„Milla meets Moses”

Regie: Shannon Murphy

Milla (Eliza Scanlen) trifft Moses (Toby Wallace) – vielmehr wird sie bei der ersten Begegnung buchstäblich von ihm umgehauen. Obwohl Moses sich als Herumtreiber und Gelegenheitsdealer entpuppt, nimmt sie ihn mit zu sich nach Hause, um ihn ihren Eltern vorzustellen.

Anna (Essie Davis) und Henry (Ben Mendelsohn) – eine ehemalige Konzertpianistin und ein ziemlich entspannter Psychiater – sind alles andere als begeistert von Millas neuem Freund. Doch Millas Lebensfreude und ihre Sehnsucht, die Liebe und die Welt zu entdecken, stellen die Familie auf den Kopf.

Als die Eltern merken, dass Moses ihrer kranken Tochter sichtlich guttut, nehmen sie ihn trotz ihrer Bedenken bei sich auf und werden dabei mit ihren eigenen Schwächen konfrontiert.


Filmplakat: Oskar und die Dame in Rosa – © ARTHAUSSamstag, 31. Januar 2026, 10:15 Uhr

Film-Matinée mit anschließendem Filmgespräch

„Oskar und die Dame in Rosa“

Regie: Éric-Emmanuel Schmitt (Frankreich / Belgien / Kanada 2009)

Der zehnjährige Oskar ist krebskrank und hat nur noch kurze Zeit zu leben. Seine Eltern sagen ihm die bittere Wahrheit nicht, und auch die anderen Erwachsenen flüchten sich nur in Phrasen, wenn er ihnen ernste Fragen stellt. Zufällig trifft Oskar die „Dame in Rosa“, eine Ex-Wrestlerin, im Fahrstuhl.

Aus dieser Begegnung entwickelt sich eine tiefe Freundschaft, die beiden hilft, mit den Herausforderungen ihrer jeweiligen Lebenssituation umzugehen. „Die Dame in Rosa“ ist ein unbedingt sehenswerter Film, in dem Humor und Emotion, Magie und Realismus in einer wunderbaren Balance stehen.

 


Rückblick (Filmreihe 2025)

 

Filmplakat „Nowhere Special“ – © Piffl Medien

Filmplakat „Nowhere Special“ – © Piffl Medien

Samstag 22. November 2025, 10:15 Uhr

Film-Matinée mit anschließendem Filmgespräch

„Nowhere Special“

Regie: Uberto Pasolini (Großbritannien 2020)

Der Fensterputzer John zieht seinen vierjährigen Sohn Michael alleine auf. Ihr liebevolles Miteinander ist bestimmt von den täglichen Notwendigkeiten und Ritualen. Was der kleine Michael nicht weiß: Sein Vater hat Krebs. Ihm bleiben nur noch wenige Monate.

Die will er nutzen, um eine neue Familie für seinen Sohn suchen. Aber wie kann er das Michael erklären? Auf eine poetische und zugleich nüchterne Weise erzählt der auf einer wahren Begebenheit beruhende Film von dem Weg, den Vater und Sohn in diesen Monaten gemeinsam gehen und lässt die Zuschauer berührt und gleichzeitig getröstet zurück.

 


Filmplakat „Du wirst mich in Erinnerung behalten“ – © JETS Filmverleih und Vertrieb

Filmplakat „Du wirst mich in Erinnerung behalten“ – © JETS Filmverleih und Vertrieb

Samstag, 5. April 2025
10:15 Uhr

„Du wirst mich In Erinnerung behalten"

Regie: Eric Tessier (Kanada 2020)

Ein pensionierter Geschichtsprofessor kommt immer weniger damit zurecht, dass er durch eine Alzheimer-Erkran-kung sein Kurzzeitgedächtnis verliert. Als er in einer jungen Frau, die ihn betreuen soll, ein empathisches Gegenüber findet, schenkt ihm ihre Gegenwart Momente des Trostes.

Das Familiendrama glänzt durch die Schauspielerleistungen und eine ruhige Erzählweise. Beeindruckend unprätentios setzt sich die Inszenierung mit tiefgründigen Fragen aus-einander. Was macht die Identität eines Menschen aus? Ab wann beginnt ein dementer Mensch seine Identität zu verlieren? Wie gehen Familienangehörige damit um, wenn ein an Alzheimer

Erkrankter sie nicht mehr erkennt? Es geht aber auch um existenzielle Themen wie Sterben, Selbsttötung und Erlösung, Egoismus und Barmherzigkeit, Geborgenheit und Liebe. (modifizierter Auszug aus: Filmdienst.de)

 


Filmplakat „In Liebe lassen“ – © Studiocanal

Filmplakat „In Liebe lassen“ – © Studiocanal

Samstag, 1. Februar 2025
10:15 Uhr

„In Liebe lassen“

Regie: Emmanuelle Bercot (Frankreich, Belgien 2021)

Schauspiellehrer Benjamin (Benoît Magimel) wird von seinen Schülern geschätzt und geliebt, weil er ihnen hilft, zu ihren innersten Gefühlen und Ängsten vorzudringen und sie kreativ einzusetzen. Etwas, dass dem 39-Jährigen selbst nicht gelingt, als er erfährt, dass er unheilbar an Krebs erkrankt ist. Er verweigert sich und nimmt die unbeholfenen Hilfsangebote seiner übertrieben fürsorglichen Mutter (Catherine Deneuve) nur widerwillig an.

Erst durch ihren Kontakt zu dem renommierten Onkologen Dr. Eddé (grandios gespielt von Gabriel Sara, der im wahren Leben tatsächlich Onkologe ist) und seiner Assistentin Eugénie (Cécile de France) gelingt es, dass Benjamin sich seiner Krankheit stellt und einer Behandlung zustimmt. Es bleiben ihm vier Jahreszeiten, ein Jahr, um seinen Frieden mit dem Tod zu schließen. Dabei geht es auch um das Aufarbeiten von Verletzungen, um Reue und Verzeihen. (modifiziert nach Studiocanal)

 


Filmplakat „Röbi geht“ – ©mindjazz pictures

Filmplakat „Röbi geht“ – ©mindjazz pictures

Samstag, 22. März 2025
10.30 Uhr

Röbi geht

Vorpremiere in Kooperation mit dem Capitol Kino Mainz mit anschließendem Filmgespräch mit Susanne Kränzle (Stellv. Vorsitzende des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands e. V.) und Prof. Dr. Martin Weber (Leiter der Abteilung für Palliativmedizin an der Universitätsmedizin Mainz i.R.).

Robert Widmer-Demuth, liebevoll „Röbi“ genannt, ist ein Mann, der Zeit seines Lebens für andere da war und nun mit derselben Hingabe seinen letzten Weg geht. Er weiß, dass er bald sterben wird. Statt sich gegen das Unvermeidliche zu wehren, nimmt Röbi den Tod an, ohne die Liebe am Leben zu verlieren. Der kleinen Filmcrew öffnet er sein Zuhause und sein Herz. Er nimmt uns mit auf die Reise durch Erinnerungen an sein bewegtes Leben, seine Begegnungen mit Freund*innen, Spaziergänge mit seinem Hund und die unermessliche Liebe zu seiner Familie - und widmet sich den großen Fragen, die sich am Ende eines Lebens stellen. Ein intimer und zugleich universeller Film, der den Tod nicht als Ende, sondern als Teil des Lebens begreift und ihm mit berührender Ehrlichkeit und großer Behutsamkeit begegnet. (Quelle: mindjazz pictures)

Deutschland 2025, Regie: Heidi Schmid, Christian Labhart

Ab 6 Jahren / 88 Minuten

Weitere Infos und Tickets auf der Seite des Capitol Kinos Mainz